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Update zur Corona-Krise in Südafrika


August 2020: Südafrika bleibt auf dem afri­kanischen Kontinent das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mit mehr als 609’000 Infizierten verzeichnet es die fünfthöchste Zahl an SARS-CoV-2-Fällen weltweit. Der Höhepunkt wird für Ende August / Anfang September erwartet.


Die strengen Ausgangssperren zu Beginn der Pandemie halfen, die Ausbreitung des Virus zunächst zu verlangsamen, doch zugleich stürzte die ohnehin angeschlagene Wirtschaft in eine dramatische Rezession. Schätzungen zufolge sind seit März mehr als zwei Millionen Jobs verloren gegangen und die Arbeitslosigkeit stieg von 30% auf fast 50%. Im Juni lockerte die Regierung daher einige Auflagen, was zu drastisch steigenden Fallzahlen führte. Auch tausende Ärzte und Krankenpfleger sind mit dem Coronavirus infiziert. Daraufhin verhängte Präsident Ramaphosa im Juli erneut eine nächtliche Ausgangssperre und schrieb das Tragen von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit vor. Ausserdem ordnete er erneut ein Alkoholverkaufsverbot an, um die Zahl von Traumapatienten in Krankenhäusern zu senken und somit mehr Betten für Corona-Patienten zur Verfügung zu haben. Aktuell zurückgehende Fallzahlen lassen nun etwas Hoffnung schöpfen.

In unseren Hilfsprojekten ist die Lage weiterhin stabil. Im Kinderheim gibt es keine Corona-Fälle.

Zwischenzeitlich waren die Schulen für die Oberstufe geöffnet - sind nun aber wieder geschlossen und die Kinder erhalten weiterhin „home schooling“ im Kinderheim. Eine schrittweise Wiedereröffnung der Schulen ist in Planung. Es finden weiterhin regelmäßig Hygieneschulungen statt, sowie großflächiges Desinfizieren der kritischen Räumlichkeiten. Die kleine Krankenstation mit Krankenschwester Thembi ist bestens vorbereitet. Während des lockdowns haben viele Kinder neue Hobbies für sich entdeckt: die gestrickten Taschen, gebastelte Armbänder und selbst gebaute Fahrzeuge können sich sehen lassen.

Die Suppenküche konnte am 9. Juli vorübergehend wieder geöffnet werden - an den Ausgabetagen kamen oft weit über 200 Hungrige.

Um den Kontakt zu minimieren, wurden den Bedürftigen Essensbehälter mitgegeben. Aufgrund der steigenden Fallzahlen und den schwer einzuhaltenden Abstandsregeln musste die Suppenküche jedoch am 11. August ihre Tore vorerst wieder schließen. Die Ausgabe von Brot und Konserven soll wieder stattfinden.


Im Dorfprojekt ist unser Projektleiter Karel mit seinen 80 Jahren weiterhin unermüdlich und hat im letzten Monat 52 bedürftige Familien besucht und mit Lebensmittelpaketen versorgt.

Bei den Überlebenspaketen konzentrieren wir uns auf Basislebensmittel wie Reis, Maismehl, Kartoffeln und Gemüse in größeren Mengen, sowie Seife. Viele Familien leiden Hunger während der Corona-Krise, da die ohnehin wenigen Gelegenheitsjobs wegfallen. Die Dankbarkeit für unsere Hilfe ist daher überwältigend! Unsere 3 Vorschulen sind leider weiterhin geschlossen, aber die Lehrerinnen erhalten von uns einen Ersatzlohn zum Überleben. Die zwei von unserem Verein finanzierten Auszubildenden haben ihre Ausbildung zur Erzieherin erfreulicherweise noch vor der Pandemie abschließen können und warten nun auf die Ausstellung ihrer Diplome. Hoffentlich können sie bald unsere Vorschüler/innen unterstützen.


Im derzeit leider pausierten Township-Projekt konnte sich die Sozialarbeiterin Phindile als neue Projektleiterin registrieren lassen.

Zunächst soll im kleinen Rahmen die Arbeit im Township in Form von Hausbesuchen vorgesetzt werden. Solange kein eigenesFahrzeug zur Verfügung steht, erledigt Phindile die Einkäufe von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten mit den Sammeltaxis und begleitet auf diese Weise auch Kranke zu Arztbesuchen. Gerade haben wir einen „Probelauf“ mit privaten Spendengeldern durchgeführt und drei bedürftige Familien glücklich gemacht. Wir sind sehr dankbar für das Engagement von Phindile, das Projekt gewissenhaft fortzuführen und wollen ab September dafür wieder Siyabonga-Gelder zur Verfügung stellen.


Einen Rückblick auf die Arbeit im Kinderheim und Dorfprojekt in 2019 erhaltet ihr über unsere Jahresberichte auf unserer Homepage unter den jeweiligen Projekten oder direkt hier: Kinderheim / Dorfprojekt. Der Bericht für die Suppenküche wird ebenfalls bald zur Verfügung stehen.


Bleibt gesund und Siyabonga = Danke für eure Mithilfe!

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